Hans Carossa

Dr. Hans Carossa – Arzt und Dichter

Ehrenbürger der Stadt Vilshofen

Lebensdaten & Werke:

15.12.1878    geboren in Bad Tölz.

1890 erbt Hans Carossa das „Lenzengütl“ in Seestetten und nutzt es für regelmäßige Ferienaufenthalte

1888-1903  Besuch des humanistischen Gymnasiums in Landshut (welches später nach ihm benannt wird) und Studium der Medizin in München, Leipzig und Würzburg. Gedichte

1903-14  Praxis als Lungenfacharzt in Passau, Dresden, Fürstenfeldbruck, Nürnberg, Seestetten und München

1906  Tod des Vaters / Geburt des Sohnes Hans Wilhelm / Eheschließung mit Valerie Endlicher

1910  Tod der Mutter

1913  Erste Italienreise / Gesammelte Gedichte & Dr. Bürgers Ende

1916-18  Militärdienst als Arzt an den Fronten in Nordfrankreich, Rumänien und Flandern. Nach einer Verwundung wurde er entlassen

1919-1925  Arztpraxis in München

1922  Eine Kindheit

1924  Rumänisches Tagebuch

1926  Erste größere Vortragsreise und Aufgabe der Kassenpraxis

1927  Verleihung des Münchner Dichter-Preises

1928  Verwandlung einer Jugend

1929  Umzug nach Seestetten

1930  Geburt der Tochter Eva aus der Verbindung mit Hedwig Kerber

1931  Der Arzt Gion / Verleihung des Gottfried Keller-Preises in Zürich

1933  Führung und Geleit

1936  Geheimnisse des reifen Lebens

1938   Verleihung des Goethe-Preises der Stadt Frankfurt am Main

1939   Verleihung des Premio di San Remo

1941    Tod Carossas erster Frau Valerie / Übersiedlung nach Rittsteig Das Jahr der schönen Täuschungen

1943  Eheschließung mit Hedwig Kerber

1945   Brief an Passaus Oberbürgermeister mit der Bitte auf die Verteidigung Passaus zu verzichten / In Abwesenheit zum Tode verurteilt

1948  Ehrendoktor der Universität München

1951  Ungleiche Welten

1954 Der Tag des jungen Arztes

1956  Tod seiner zweiten Frau Hedwig

12. 09.1956 Tod Hans Carossas

Bibliographie:

  • Hans Carossa, Sämtliche Werke (Insel-Verlag, Frankfurt/Main, 1962, 1978)
  • Hans Carossa, Gedichte hrsg. und kommentiert von Dr. h.c. Eva Kampmann-Carossa (Insel-Verlag, Frankfurt/Main und Leipzig, 1995)
  • Hans Carossa, Briefe 3 Bde. (Insel-Verlag, Frankfurt/Main, 1978, 1981)
  • Hans Carossa, Tagebücher 2 Bde. (Insel- Verlag, Frankfurt/Main, 1986, 1993)

Biographie:

  • Eva Kampmann-Carossa, Hg., Hans Carossa – Leben und Werk in Bildern und Texten (Insel-Verlag, Frankfurt/Main, 1993)

Gedenkstätten Carossas im Donautal:

Sandbach     Auf dem Friedhof das Grab von Carossas erster Ehefrau Valerie, geb. Endlicher, des Sohnes Hans Wilhelm und dessen Ehefrau Helene, geb. Fürst.

Seestetten     Hinter dem Kriegerdenkmal das von der Mutter geerbte Haus Carossas (Lenzengütl bzw. Lenzensölde) – es steht leer und kann nicht besichtigt werden. Neben der Kapelle ist das Carossa-Denkmal zu besichtigen

Laufenbachtal   Am Bach der Amalienstein, auf der Anhöhe das „Doktorbankerl“

Heining           Auf dem Friedhof das Grab Carossas

Das Lenzengütl in Seestetten

Die Texte über Hans Carossa wurden auszugsweise einem Flyer zur Werbung für das Carossa-Zimmer im Alten Rathaus in Vilshofen entnommen. Idee und Texte für den Flyer: Prof. Wolfgang Weiß / Flyer Gestaltung: Agentur Well-Design, Beut

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